Sankt Barbara

Die Bruderschaft Sankt Barbara wurde 1952 bei einer Jubiläumsfeier der Liedertafel „Concordia“ und des Bürgervereins „St. Kilian“ gegründet. Am 4. Dezember 1952, dem Tag der Heiligen Barbara, gelobten die 17 Gründungsmitglieder zum ersten Mal: Treue, Gehorsam und Kameradschaft. Bisher hat unsere Schutzheilige stets ihre Hand schützend über uns gehalten.

Mit Kanonen und Hakenbüchsen eröffnen die Kanoniere die Feste der Schützengilde und geben Salutschüsse für die neuen Könige ab. Wenn es in Korbach ordentlich kracht, sind meistens die Barbaristen "schuld". Hauptleute waren Karl Kurt Frese, Horst Müller und Egon Eirund. Seit 2005 führt Friedrich Weber die Truppe an. Mit über 50 Mitgliedern ist die Sankt Barbara eine farbenprächtige, tragende Säule der Schützengilde.

Ansprechpartner: Hauptmann Friedrich Weber

Internet: www.sankt-barbara-korbach.de

Alles begann mit dem 100jährigen Bestehen der Liedertafel „Concordia“ im Sommer 1952. Für einen mittelalterlichen Festzug wurde eine Gruppe Landsknechte benötigt. Der Lehrer und spätere Stadtarchivar Wilhelm Hellwig gilt als Initiator bei der Rekrutierung der dreißig Männer und Burschen. Die Kostüme stammten von Handarbeitslehrerinnen und ihren Schülerinnen, Handwerker stellten die dazugehörigen Schwerter, Hellebarden, Armbrüste und Handbüchsen her. Das Erscheinungsbild der Gruppe und die Harmonie innerhalb führten im selben Jahr zu einem weiteren Auftritt. Auf Betreiben des Bürgervereins „Sankt Kilian“ wurde die Dalwigker Warte wieder hergestellt. Ihre Einweihung fand am 31. August 1952 mit einem zünftigen Wartefest statt, bei dem die Landsknechte nicht fehlen durften.

Im Anschluss daran beschlossen die Mitwirkenden in einem Nebenstübchen des Gasthauses Schlömer, eine an das Mittelalter angelehnte Brüderschaft „Sankt Barbara“ zu etablieren. Das Gründungsfest in der Wirtschaft Kappeln lässt sich auf den 4. Dezember 1952 datieren, seitdem wird dieses Datum als Barbaratag gefeiert. Vierzehn Männer und Burschen wählten damals Karl Kurt Frese zu ihrem Hauptmann. Er wurde später von Horst Müller abgelöst. Seit 1995 führt Egon Eirund die Truppe an.

1985 fanden sich die Frauen der Truppe zu den Feuerblumen zusammen. Sie betätigen sich in der Kunst des Sportschiessens mit dem Luftgewehr und treffen sich alle drei Wochen Donnerstags auf der Schießbahn der Waldecker Stuben. Seit einigen Jahren kegeln sie gemeinsam in Meineringhausen.

Zur Sankt Barbara gehört eine Kanone als feste Institution. Das erste Rohr entstammte der Wasserburg in Nordenbeck. Korbacher Handwerksmeister fertigten die fehlende Lafette, die Räder und die Protze, einen zweirädrigen Vorderkarren. Dieses Geschütz musste für jeden Umzug mühsam und vorsichtig aus dem Heimatmuseum geholt und anschließend wieder zurückgebracht werden bis zu dem Tag, als ein neues Rohr nach altem Vorbild in der Olsberger Hütte gegossen wurde.

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