Pioniere

Die Gruppe haben wir 1997 im Gasthaus "Zur Krone" aus den Reihen der Burschen neu belebt. Sie hat seitdem regen Zulauf erhalten. Gemeinsam hat die Kompanie neue Ideen verwirklicht und Aktivitäten ins Leben gerufen: Der "Tanz in den Mai" ist wohl die  Bekannteste. Hier sind die "Pios" auf die Unterstützung ihrer Frauen angewiesen. Die Formation, die traditionell an der Spitze der Festzüge marschiert, um eventuelle Barrikaden und Straßensperren aus dem Weg zu räumen, hat sich für leichte und bequeme Uniformen entschieden. Bei formellen Anlässen – auch im Hochsommer – werden schon mal die grünen Schützenjacken aus den Schränken geholt, das gehört eben dazu. Das Alter liegt zwischen 36 und moderaten 59 –  aber der jüngste Fan ist Luis, 8 Jahre.

Ansprechpartner: Hauptmann Holger Tent

Internet: www.pioniere1377.de

Der Begriff der Pioniere lässt sich bis in das Altertum zurückverfolgen. Die Pioniere bekleideten bereits bei den Römern zur Zeit Kaiser Augustus die Funktionen der Schmiede, Waffenschmiede, Schlosser, Schreiner, Zimmermänner, Tischler, Stellmacher, Vermessungstechniker, Zeltmacher, Sattler, Schuster, Töpfer, Ziegler usw. Sie bauten Straßen, Brücken, Wasserleitungen, reparierten Waffen und Geräte und versorgten die Truppe mit Eß- und Trinkgeschirr.

Im Jahre 9 n. Chr. werden sie als Bestandteil der römischen Legionen in der Varusschlacht im Teutoburger Wald in frühen Berichten erwähnt. Das primäre Gerät dieser Abteilung war die Axt, sie wird auch in heutiger Zeit bei Umzügen getragen.

Der Korbacher Geschichtsforscher Ludwig Curtze beschreibt einen Festzug des Freischiessens um 1840 und erwähnt dabei die Sappeure. Da diese Gruppe in früheren Jahrhunderten nie erwähnt wurde, ist ihre Entstehung in der Zeit nach den Freiheitskriegen – also nach 1815 – zu vermuten. Sappeure gab es in den Armeen Napoleons. Der Begriff stammt von den Sappen, befestigten Stellungen. Ferner waren sie zuständig für den Lager- und Biwakbau, dem Fällen von Bäumen, Beseitigung von Hindernissen, Errichten von Schanzpfählen. Zusammenfassend: ,,sie machten den Weg frei” für die nachfolgende Infanterie.

Die nächste Erwähnung stammt aus dem Waldeckischen Anzeiger von 1879, der einen Bericht über das Korbacher Freischiessen bringt und dabei auch die Sappeurkompanie unter der Führung ihres Hauptmanns, des Schreinermeisters Ludwig Trummel, erwähnt. Auf einem Foto von 1888 ist die Gruppe erstmals abgebildet. Statt der Bärenfellmützen tragen die Männer mit den Schurzfellen jetzt einen Zylinder.

Im Jahre 1891 war Zimmermeister Friedrich Bangert der Hauptmann der Pioniere, wie die Sappeure jetzt genannt werden. Er und der Maurermeister Illian wurden 1894 beauftragt, ein Pionierbataillon aufzustellen. Schurzfelle sollten bei den Sattlern Nord und Jutzi geliehen werden. Hierzu ist es aber nie gekommen. Die Pionierkompanie ist immer recht klein geblieben. Sie hat die Aufgabe, die Straßenbarrikaden fortzuräumen, die aus Spaß früher oft errichtet wurden. Dabei wurden manchmal “Sprengungen” mit Knallkörpern vorgenommen. Eine solche Unterbrechung des anstrengenden Festzuges gab dann Gelegenheit, schnell aus der nächsten Gastwirtschaft ein Horn Bier oder ein paar Schoppen zu holen.

Von 1909 bis 1927 war der Maurer Wilhelm Renner Hauptmann. Sein Nachfolger, der Zimmermeister Karl Kuhnhenn, stiftete ihm einen runden Silberschild, auf dem er hoch zu Pferde als Pionierhauptmann zu sehen ist. Er trägt den Zweimasterhut, den früher alle Offiziere beim Freischiessen trugen und dazu Epauletten mit Fransen. Das Pferd war mit einem Laubkranz um den Hals geschmückt.

Seit der Wiederbelebung der Formation im Februar 1996 wurden die Uniformen überarbeitet. Die alten Bärenfellmützen und Lederschürzen wurden abgelegt und durch neue bequemere Ausstattungen ersetzt. Bei sehr festlichen und formellen Anlässen tritt die Formation in Gala auf, d.h. grüne Uniformjacke zu schwarzer Hose und weißem Hemd mit Krawatte. Neu ist die sogenannte Kampfuniform: sie ist leger gehalten, besteht aus einem kurzärmeligen weißen Hemd, einer Weste und knielanger Hose zu langen Strümpfen. Damit wurde den Wünschen der Mitglieder entsprochen, die an warmen sommerlichen Festumzügen in der üblichen, langen grünen Jacke oft genug ins Schwitzen kamen. Die praktische Kampfuniform entspricht dem Äußeren von Zimmerleuten. Diese Handwerksgruppe war in der Vergangenheit tatsächlicher Bestandteil der Pioniere.

Gelegenheiten zu gemeinsamen Unternehmungen gibt es in regelmäßigen Abständen. Alljährlich wird der Pionier des Jahres ermittelt. Der Wettbewerb zum Erringen des begehrten Titels gestaltet sich jedes Jahr in neuen Varianten. Traditioneller Bestandteil ist aber immer der Wurf mit Äxten auf unbewegliche Ziele.

Das herausragende Fest der Pioniere ist der Schnadezug, der ebenfalls im Dreijahresrhythmus stattfindet. Dabei wird die Korbacher Grenze abgeschritten, aber immer nur ein Teil der Gesamtstrecke. So dauert es fünfzehn Jahre, bis die komplette Schnade umrundet ist. Die Pioniere haben hierbei die feste Aufgabe, die jeweilige Strecke im Vorfeld begehbar zu machen, zugewachsene Wege von Geäst oder hüfthohem Gras zu befreien. Brücken müssen über Bachläufe errichtet und Biwakplätze angelegt werden. Das Wichtigste ist aber das Auffinden und Freilegen der zum Teil sehr alten Grenzsteine, die im Laufe der Zeit durch Ackerpflüge und Erosion ihren Platz eingebüßt haben. Neue Grenzsteine, die von Bürgern Korbachs oder angrenzenden Gemeinden gestiftet werden, müssen ebenfalls einige Tage vorher mit einem festen Fundament versehen und gesetzt werden.

Beim eigentlichen Schnadezug, der für alle interessierten, wanderfreudigen Teilnehmer mit Familien zugänglich ist, hat die Kompanie eine weitere Aufgabe. Jeder Halt an einem Grenzstein wird zu einem Ereignis. Freiwillige können sich hier mit dem Spruch “Der Stein, die Grenze, in Ewigkeit” stutzen lassen. Sie werden dabei von vier kräftigen Pionieren gepackt und fest mit dem Hinterteil auf den Stein gestoßen. Die Namen und die Orte dieses Geschehens werden für die Nachwelt festgehalten. Üblich ist dabei die Entrichtung eines Obolus und das Einnehmen eines hochprozentigen Rachenputzers.

Seit einigen Jahren richten Mitglieder der Pioniere den Tanz in den Mai auf dem Obermarkt aus. Das Fest hat von Jahr zu Jahr an Umfang zugenommen und erfreut sich an der regen Beteiligung durch die Korbacher Bevölkerung.

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Sankt Barbara

Die Bruderschaft Sankt Barbara wurde 1952 bei einer Jubiläumsfeier der Liedertafel „Concordia“ und des Bürgervereins „St. Kilian“ gegründet. Am 4. Dezember 1952, dem Tag der Heiligen Barbara, gelobten die 17 Gründungsmitglieder zum ersten Mal: Treue, Gehorsam und Kameradschaft. Bisher hat unsere Schutzheilige stets ihre Hand schützend über uns gehalten.

Mit Kanonen und Hakenbüchsen eröffnen die Kanoniere die Feste der Schützengilde und geben Salutschüsse für die neuen Könige ab. Wenn es in Korbach ordentlich kracht, sind meistens die Barbaristen "schuld". Hauptleute waren Karl Kurt Frese, Horst Müller und Egon Eirund. Seit 2005 führt Friedrich Weber die Truppe an. Mit über 50 Mitgliedern ist die Sankt Barbara eine farbenprächtige, tragende Säule der Schützengilde.

Ansprechpartner: Hauptmann Friedrich Weber

Internet: www.sankt-barbara-korbach.de

Alles begann mit dem 100jährigen Bestehen der Liedertafel „Concordia“ im Sommer 1952. Für einen mittelalterlichen Festzug wurde eine Gruppe Landsknechte benötigt. Der Lehrer und spätere Stadtarchivar Wilhelm Hellwig gilt als Initiator bei der Rekrutierung der dreißig Männer und Burschen. Die Kostüme stammten von Handarbeitslehrerinnen und ihren Schülerinnen, Handwerker stellten die dazugehörigen Schwerter, Hellebarden, Armbrüste und Handbüchsen her. Das Erscheinungsbild der Gruppe und die Harmonie innerhalb führten im selben Jahr zu einem weiteren Auftritt. Auf Betreiben des Bürgervereins „Sankt Kilian“ wurde die Dalwigker Warte wieder hergestellt. Ihre Einweihung fand am 31. August 1952 mit einem zünftigen Wartefest statt, bei dem die Landsknechte nicht fehlen durften.

Im Anschluss daran beschlossen die Mitwirkenden in einem Nebenstübchen des Gasthauses Schlömer, eine an das Mittelalter angelehnte Brüderschaft „Sankt Barbara“ zu etablieren. Das Gründungsfest in der Wirtschaft Kappeln lässt sich auf den 4. Dezember 1952 datieren, seitdem wird dieses Datum als Barbaratag gefeiert. Vierzehn Männer und Burschen wählten damals Karl Kurt Frese zu ihrem Hauptmann. Er wurde später von Horst Müller abgelöst. Seit 1995 führt Egon Eirund die Truppe an.

1985 fanden sich die Frauen der Truppe zu den Feuerblumen zusammen. Sie betätigen sich in der Kunst des Sportschiessens mit dem Luftgewehr und treffen sich alle drei Wochen Donnerstags auf der Schießbahn der Waldecker Stuben. Seit einigen Jahren kegeln sie gemeinsam in Meineringhausen.

Zur Sankt Barbara gehört eine Kanone als feste Institution. Das erste Rohr entstammte der Wasserburg in Nordenbeck. Korbacher Handwerksmeister fertigten die fehlende Lafette, die Räder und die Protze, einen zweirädrigen Vorderkarren. Dieses Geschütz musste für jeden Umzug mühsam und vorsichtig aus dem Heimatmuseum geholt und anschließend wieder zurückgebracht werden bis zu dem Tag, als ein neues Rohr nach altem Vorbild in der Olsberger Hütte gegossen wurde.

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Bürgerkompanie

Die Bürgerkompanie ist eine der traditionsreichsten Formationen der Schützengilde. Hier fanden sich früher weite Kreise der Korbacher Bevölkerung wieder, die sich eng mit der Gilde verbunden fühlten. Ihr Auftreten erfolgte überwiegend in ziviler Kleidung; anstatt des üblichen Karabiners führten die Mitglieder Gehstöcke mit sich - daher der bekannte Ausdruck "Stabestockkompanie".

Die Gründungszeit der Bürgerkompanie der Schützengilde ist nicht genau nachweisbar und deshalb auf Vermutungen angewiesen. Tatsache ist jedoch, dass die mit der Schützengilde immer eng verbundene Bürgerschaft der Grundpfeiler für die Weiterentwicklung unserer Stadt und den Bestand der Gilde war.

Die Bürgerkompanie ist eine der traditionsreichen Formationen der Schützengilde. Durch ihr, zumindest in der Vergangenheit, überwiegend ziviles Auftreten ist sie meist im Hintergrund geblieben. Es waren früher überwiegend die älteren Herren, aus denen sich diese Formation zusammensetzte. Die Bürgerkompanie war zeitweise stärker besetzt als die uniformierte Männerkompanie. Breite Kreise fühlten sich der Gilde verbunden und brachten dies mit ihrer Mitgliedschaft in der Bürgerkompanie zum Ausdruck. Auf alten Freischiessenfotos erkennt man sie an ihren runden, steifen Hüten und Zylindern. Auch durch blauweiße Rosetten an den Rockaufschlägen machte man sich kenntlich und dazugehörig. Bereits zu diesem Zeitpunkt sind die Anfänge zu beobachten, dass diese Schützenbrüder als Gewehr-Ersatz einen Stabestock trugen, was Scherzhafterweise zu der Bezeichnung “Stabestock- Kompanie” führte.

Die Mode der heutigen Zeit hat dieses Utensil fast verschwinden lassen. In den letzten Jahrzehnten wurde es üblich, dass viele ältere Schützenbrüder aus den anderen Kompanien der Gilde zur Bürgerkompanie wechselten und dort dann weiterhin ihre grüne Uniform trugen.

Bei Festzügen hat es sich zudem eingebürgert, dass den Schützenbrüdern der Kompanie, die “nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind”, ein Festzugswagen zur Verfügung gestellt wird.

Trotz aller Bemühungen ließ das Interesse an der Bürgerkompanie in den letzten Jahren stark nach. Ihr gehören derzeit vierzehn Personen an.

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Sankt Regina

Im Jahr 1994 richtete sich die Bürgerkompanie neu aus und wurde mit Ihrer mittelalterlichen Abteilung "Sankt Regina" bekannt und beliebt. Hier wirken Frauen, Männer und Kinder aktiv mit. Historischer Hintergrund ist die Zeit des frühen 15. Jahrhunderts. Sankt Regina hat sich die Gedächtniskultur um "Krieg und Frieden" des späten Mittelalters zur Aufgabe gemacht. Die Gruppe feiert jedes Jahr am 20. Juni, dem Festtag der Heiligen Regina, den Reginentag.

In diesem Jahr begeht die Gruppe das 600-jährige Bestehen der Padberger Fehde – eine Woche nach dem Freischießen. Darüber hinaus nimmt die Sankt Regina an  historischen Festzügen und mittelalterlichen Events teil.

Die Kompanie hat 30 Mitglieder.

Ansprechpartner: Oberjäger Fabian Schäfer

Internet: www.sankt-regina.de.

Die Gruppe Sankt Regina entstand im Jahr 1994 und schloss sich der Bürgerkompanie an. Sie besteht aus 23 Männern, Frauen und Kindern, die eines gemeinsam haben: ein starkes Interesse am Thema Mittelalter und dem historischen Schützenwesen ihrer Stadt. Die aufwendig gestalteten Kostüme, Rüstungen und Kettenhemden unterstreichen das heimatnahe Bewusstsein der Formation. Zu ihren Aktivitäten zählen außer den verschiedenen Freischiessen, Besuche von mittelalterlichen Märkten. Ihre Teilnahme am „Mittelalterlichen Markt“ in Korbach ist längst zu einer Institution geworden. Sie schlagen ihr Lager in der Kirchstraße auf, führen altertümliche Gerichtsverhandlungen durch und begeistern die kleinen und großen Zuhörer im Märchenzelt, in der die professionelle Märchentante ihre Kunst des Erzählens zeigt.

Beim Vogelschiessen ermitteln sie den Kindervogelkönig bzw. die Kindervogelkönigin beim Zielen mit der Armbrust auf den Kopf des Kindervogels. Die Einbeziehung der Kinder wird in dieser Formation groß geschrieben.

Als sich die Formation neu zusammenfand, stand die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts im Vordergrund. Damals, am 20. Juni 1413 besiegten die Korbacher Bürger in der „Padberger Fehde“ eine Streitmacht von 760 Bewaffneten, die in die Korbacher Feldmark eingefallen waren, um das Vieh zu rauben. Die Grafen von Padberg und ihre Verbündeten, insgesamt 200 westfälische Ritter des Benglerbundes wurden damals gefangen genommen. Der 20. Juni war seinerzeit der heiligen Regina gewidmet und wurde allgemein als „Reginentag“ bezeichnet. In den Folgejahren nach der Padberger Fehde wurde zur Erinnerung an diesen historischen Sieg der Reginentag alljährlich feierlich in Korbach begangen. Leider ging dieser Brauch in den Wirren der Reformation im 16. Jahrhundert verloren.

Die Gruppe Sankt Regina, die sich mit ihrer Namensgebung auf diesen historischen Tag der Korbacher Stadtgeschichte bezieht, hat diesen alten Brauch im Jahr 1995 wieder aufleben lassen und feiert seitdem alljährlich dieses Fest.

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Jugendkompanie

Die Jugendarbeit spielt in der Schützengilde seit 1888 eine feste Rolle. 2009 hat der Vorstand der Gilde einen zusätzlichen Jugendausschuss benannt. Die Mitglieder führen seitdem mit den Kindern im Alter von fünfeinhalb bis 15 Jahren monatliche Treffen durch, um die Geschichte und Traditionen der Stadt Korbach spielerisch zu vermitteln.

Die Jugendkompanie nimmt an allen Festzügen in Korbach teil; zusätzlich steht einmal im Jahr der Besuch eines Festzuges außerhalb der Stadtmauern an.

Beim Freischießen werden der Kinderkönig und die Kinderkönigin, beim Vogelschießen ein/e Kindervogelkönig/in mit der Armbrust ausgeschossen. Zur Zeit verfügt die Jugendkompanie über 25 Mitglieder.

Ansprechpartner: Jugendwartin Carmen Lindemann, Telefon 05631/504333

Im Jahre 1888 wurde erstmals in einem Zeitungsbericht von einem Knaben-Corps berichtet. Bis dahin hatten sich die Schüler und Kinder immer ganz zwanglos und in großen Scharen den Gildefesten angeschlossen. Mit der Zeit entstand dann eine uniformierte Gruppe, die mit ihrer Ausrüstung gern den Erwachsenen nacheiferte.

Schon ganz früh gab es Aufsichtspersonen, die sich um die Schützenjugend bemühten. Nach dem letzten Weltkrieg stellte ein Jugendausschuss mit den Herren Finke, Siesenop und Wilhelm Hellwig eine neue Jugendkompanie auf. Diese hatte starken Zulauf aus den Schützenkreisen und den Schulen. Bekleiden konnte sich jeder wie er wollte. Die Reorganisation bewährte sich bis in die jüngste Zeit. Lange Jahre betreute Klaus Vogel die Schützenjugend. Auf Betreiben von Oberst Manfred Schatz wurde im Jahre 2000 die Kinderkompanie neu formiert. Mit bunt bestecken Spieß- und Feldhuhnlanzen traten die Kinder in dem Jahr beim Festzug des Vogelschießens erstmals auf. Die Idee, die Kinderkompanie mit neuen historischen Uniformen auszurüsten, wurde durch die Schneiderwerkstatt der Freilichtbühne und Gönner in die Tat umgesetzt.

Die Schützengilde 1377 Korbach hat einen Jugendausschuss ins Leben gerufen, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kinder und Jugendlichen früh für die Identifikation mit ihrer Heimatstadt zu begeistern. Dabei geht es in erster Linie darum, phantasievoll und interessant an altes Brauchtum herangeführt zu werden, sich in die Rolle unserer Vorfahren zu versetzen und denkmalgeschützte Häuser und Stadtmauerteile zu erforschen.

Der Jugendausschuss, bestehend aus Frauen und Männern aller Formationen, hat ein Konzept erarbeitet, um der gegenwärtigen allgemeinen Entwicklung der jugendlichen Isolierung zu begegnen. Dabei können die Beteiligten auf Karin Stade mit ihrer Erfahrung als Jugend-diakonin zurückgreifen.

Das Interesse soll durch regelmäßige Aktivitäten geweckt und beibehalten werden. Auf dem Programm stehen je nach Jahreszeit Planwagenfahrten, Kartoffelbraten, Ostereiermalen und Kümpeschmücken sowie Altstadtrallyes. Auf den vier Etagen werden Erklärungen zu alten Sitten und Bräuchen der Korbacher Bürger geliefert. Wie wurde früher die Stadt beschützt, wie sahen die mittelalterlichen Einwohner aus und wie haben sie gelebt? Alle Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren sind mit ihren Eltern herzlich willkommen.

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Pagengruppe

Die Pagengruppe der Schützengilde gibt es seit 1955, dem ersten Freischießen nach dem Zweiten Weltkrieg. Vorher mussten  die Burschen- und Männerkönige alle Kleinodien an der Königskette tragen – ein große Last. Die Pagen übernehmen seitdem die Aufgabe, die historischen Kleinodien auf Samtkissen bei Festzügen zu präsentieren.

Die Mitglieder der Pagengruppe kommen zum größten Teil aus den Reihen der Jugendkompanie. Damit der Jugendausschuss nicht alle drei Jahre neue Pagen suchen muss, werden regelmäßig Treffen mit den Pagen durchgeführt.

Während des Freischießens kümmert sich Pagenvater Wilfried Wilke um die Gruppe. Teilnehmen können nicht nur Mitglieder der Jugendkompanie, sondern alle anderen interessierten Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren.

Die Pagengruppe besteht aus 15 Kindern.

Ansprechpartner: Pagenvater Wilfried Wilke, Telefon 05631/2157

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Männerkompanie

Mit den sogenannten Gildebeschlüssen von 1840 bildete sich die selbständig auftretende Männerkompanie, die seitdem die dominierende Kerntruppe der Schützengilde ist. Seit 1840 schießen sowohl Männer als auch Burschen einen eigenen König aus.

1951 trat die Männerkompanie – als erste Gildeformation nach dem Zweiten Weltkrieg - öffentlich auf, beim Freischießen in Mengeringhausen. Die Kompanie erlebte in den folgenden Jahren einen rasanten Aufschwung,

Heute gehören der Männerkompanie rund 160 Schützenbrüder an. Sie pflegen ein reges und kameradschaftliches Miteinander.

Die Männerkompanie wird heute von einem Arbeitsausschuss geführt: Der Oberjäger ist ranghöchster Offizier der Männerkompanie, er vertritt diese nach innen und außen.

Der Adjutant ist dem Oberjäger als »rechte Hand« zugeteilt. Der Hauptmann vertritt den Oberjäger bei Ausfall.

Der Erste Jäger ist dem Hauptmann zugeteilt und sorgt in erster Linie für die Ordnung in der Gewehrgruppe.

Der Feldwebel ist die „Mutter der Kompanie“. Der Oberst tritt heute als Kommandant der gesamten Gilde auf.

Derzeitiger Oberst ist Jürgen Weige, Oberjäger ist Uwe Stein. Ihm zur Seite stehen Adjutant Sven Hamel, Hauptmann Michael Klabunde, Erster Jäger Lothar Mettenheimer, Feldwebel Harald Best, Schatzmeister Helmut Langendorf und 2. Kassierer Bernd Pohlmann.

Mit den Gildebeschlüssen von 1840 bildete sich auch die selbständig auftretende Männerkompanie, die seitdem die dominierende Kerntruppe der Schützengilde ist. Seitdem wird sowohl von der Burschenkompanie, als auch von der Männerkompanie ein eigener König ausgeschossen.

Da die Protokollbücher aus dieser frühen Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen, werden als Datenquelle unsere 1723 begonnenen Schießregister, Zeitungsberichte und alte Freischießenfotos herangezogen. Aus diesen Unterlagen ist ersichtlich, dass als Offiziere bereits der Oberst, der Hauptmann, der Adjutant und der Oberjäger als Chef der Kompanie genannt werden.

Die Uniformen haben sich immer dem Modestil der Zeit angeglichen. 1861 trug man Zylinder, schwarzen Rock und weiße Hose.

Der Offizier war bis weit ins 20. Jahrhundert beritten, trug schwarzen Zweispitz mit goldener Bortenwirkerei an den Kanten und weißem Federbusch, schwarzen Rock mit Borkenwirkerei auf den Reverskanten, Epauletten, Feldbinde und Säbel, dazu weiße und später schwarze Hose. Der Oberjäger war ebenso uniformiert, trug jedoch eine Schirmmütze.

Der Männerjäger trug schon im ausgehenden 19. Jahrhundert den grünen Jägerhut mit Feder, grüne Uniformjacke, darüber blauweiße Schärpe, dazu weiße und später schwarze Hose. Diese Uniformierung wurde bis 1939 beibehalten. In diesem Jahr kam als Unterstützung des Oberjägers der Erste Jäger hinzu.

1951 trat die Männerkompanie als erste Gildeformation nach dem 2. Weltkrieg beim Freischiessen in Mengeringhausen öffentlich auf. Die Kompanie erlebte in den folgenden Jahrzehnten einen rasanten Aufschwung. Sie betreut inzwischen ca. 180 Mitglieder und pflegt auch zwischen den großen Gildefesten ein reges Miteinander.

Die Männerkompanie wurde durch einen Vorstand geführt, an dessen Spitze der Oberjäger stand, sein Stellvertreter war der Erste Jäger, der gleichzeitig die Gewehrgruppe leitete. Der Feldwebel (Schriftführer und sog. Mutter der Kompanie’) und der Zahlmeister (Kassenwart) waren weitere Mitglieder des Vorstandes. Hauptmann und Adjutant waren Offiziere für repräsentative Aufgaben.

Der Oberst tritt heute als Kommandierender der ganzen Gilde in Erscheinung und wird, ebenso wie die Chargierten, alle drei Jahre in der Generalversammlung der Gilde neu gewählt. Derzeitiger Oberst ist Manfred Schatz.

Die Uniformierung hat sich nach dem Krieg geändert. Die Offiziere tragen graue Hüte mit grünem Band und Bart, sowie weiße Handschuhe. Ansonsten ist ihre Uniform die gleiche wie bei der Mannschaft. Diese kleidet sich mit grünem Schützenhut und Feder, grüner Uniformjacke, weißen Oberhemd, grüner Krawatte, schwarzer Hose und ebensolchen Schuhen. Ab 1997 trägt die gesamte Kompanie weiße Handschuhe. Die Gewehrgruppe trug zum Freischiessen 2004 erstmalig graue Hüte mit Feder. Beim Schützenkönigspaar und dem Fahnenkommando sind die blauweißen Schärpen beibehalten worden.

1968 wurde die alte Fahne von 1727 außer Dienst gestellt und durch eine von Dr. Hermann Bing gestiftete Gildefahne ersetzt. Gönner der Kompanie stifteten 1992 der Männerkompanie eine eigene Kompaniefahne.

Die Männerkompanie bietet eigene gesellschaftliche Veranstaltungen an, was die Kameradschaft innerhalb der Truppe sehr positiv beeinflusst. Eine Besonderheit sind immer wieder die Montagsständchen, die nach dem eigentlichen Freischiessen den Gönnern der Kompanie gebracht werden.

Bei den Zusammenkünften der Kompanie gibt es häufig fröhliche Gelegenheiten, dass Männerjäger-Lied anzustimmen. Zu der Melodie „Musketier seinds’ lust’ge Brüder“ schrieb seinerzeit Schützenbruder Georg Oesterling folgenden Text:

„Schützenbrüder, lust’ge Brüder, haben frohen Mut,

singen lauter lust’ge Lieder, sind den Frauen gut.

Ja, ja, ja, ja, ja wenn es los geht sind wir da!

Mut im Herzen, Geld im Beutel und ein Fässchen Bier,

sollen uns die zeit vertreiben, Schützenbrüder das sind wir.

Ja, ja, ja, ja, ja wenn es los geht sind wir da!

Geht es dann zum Schützenfeste, sind wir alle da,

Montags auch zum Ständchenbringen mit Bumm, Bumm, Trara.

Ja, ja, ja, ja, ja wenn es los geht sind wir da!

Haben wir genug gedienet, ist die Dienstzeit aus,

dann schickt uns der Oberjäger ohne Geld nach Haus.

Ja, ja, ja, ja, ja wenn es los geht sind wir da!

Ohne Hut mit bunter Feder, ohne grünen Rock,

bleibt uns nur zum Angedenken dann der Stabestock.

Ja, ja, ja, ja, ja wenn es los geht sind wir da!

Uns’ren König den wir lieben, schwören wir die Treu,

ist ja nicht für ew’ge Zeiten, alle Dreijahr neu.

Ja, ja, ja, ja, ja wenn es los geht sind wir da!“

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Burschenkompanie

Die Burschenkompanie setzt sich aus jungen Männern im Alter zwischen 16 und 34 Jahren zusammen. Die Formation gründete sich 1840 gemeinsam mit der Männerkompanie. Traditionell veranstalten die Burschen das Osterfeuer, bekannt als "Pengel in Flammen". Beachtenswert ist ihr unermüdliches Engagement bei überwiegend widrigen Wetterverhältnissen. Auch bei den alle drei Jahre stattfindenden Schnadezügen ist ihr Mitwirken wichtig: Sie übernehmen die Marketenderei, bereiten die Frühstücks- und Mittagsplätze vor und sorgen für das leibliche Wohl der Teilnehmer.

Auch beim Freischießen werden die Burschen wieder auf sich aufmerksam machen: Wenige Stunden nach dem sonntäglichen »Portemonächenwaschen« und dem lautstarken Eintauchen der Burschen in den Rathauskump sammeln sie sich am Enser Tor und errichten ihren Gerichtsstand. Dann marschieren Abteilungen mit Trommlerunterstützung durch die Innenstadt und »verhaften« Korbacher Geschäftsleute. So ist es Sitte: Am heiligen Schützenfestmontag darf nicht gearbeitet werden.

Die Burschenkompanie verfügt derzeit über 54 Mitglieder. Oberjäger ist Stefan Rube, zum Vorstand gehören außerdem Oberst Tobias Schmidt, 1. Jäger Robin Schleicher, Adjutant Bastian Thielemann und der Hauptmann (derzeit nicht besetzt).

Internet: www.burschenkompanie.de

Die Entstehungszeit der Burschenkompanie geht auf das Jahr 1840 zurück. Damals schlossen sich die unverheirateten jungen Männer zusammen, stellten eine eigene Kompanie auf und führten das Vogelschiessen wieder ein. Bei den Freischiessen schossen sie ihren eigenen König aus, den Burschenkönig. Als die Veranstaltungen noch unter freiem Himmel abgehalten wurden, feierten sie in Gasthäusern und später in der alten Turnhalle im Schießhagen.

Mit ihren Uniformen orientierten sie sich an der Männerkompanie, trugen aber Schirmmützen mit weißem Band. Sie wurden zeitgleich mit den weißen Hosen abgeschafft. Die Offiziere wurden erstmals 1879 in der Zeitung erwähnt, sie waren damals noch beritten. Vorsitzender des Vorstands war bis zum letzten Krieg immer der jeweilige Burschenkönig, danach wurde ein Burschenmeister in dieses Amt gewählt. Zum Burschenkönigspaar gehörte bis in die heutige Zeit das Gefolge, bestehend aus sechs bis acht Paaren, die gemeinsam am Königstisch saßen. Der Burschenkönig, der Vorstand und die Burschen im Gefolge trugen einen Zylinder, der seit 1955 von einem schwarzen Hut mit grünem Band abgelöst wurde. Der Neuaufbau der Kompanie nach dem Krieg gestaltete sich anfangs sehr schwer. Die Gewehrgruppe wurde 1975 auf Betreiben des damaligen Burschenkönigs Adolf Meier aufgestellt und ausgerüstet. 

Traditionell veranstalten die Burschen das Osterfeuer für die Korbacher Bevölkerung. Beachtenswert ist ihr unermüdliches Engagement bei überwiegend widrigen Wetterverhältnissen. Nach der Erschließung des ersten Bauabschnittes am Südring wurde ein Umzug von Schwalenstöckers Garten auf den Pengel erforderlich. Die Burschenkompanie sorgt dabei stets für das leibliche Wohl der Besucher.

Für ein harmonisches Auftreten der Gewehrgruppe sind Übungsabende unerlässlich. Die richtigen Griffe am Gewehr und das Marschieren werden einstudiert. Dabei schließen sich die Burschen seit einigen Jahren der Gewehrgruppe der Männerkompanie an. Synergieeffekte haben sich schnell eingestellt, die Beziehungen zwischen den Formationen wurden gefestigt. Im Anschluss an das Üben wird häufig gegrillt und zusammen gesessen. Nach dem Abschluss der Übungsphase steht den Burschen ein Ausmarsch mit dem Spielmannszug und dem Majoretten-Corps bevor. Das Erlernte wird in einem ersten, kleinen Festzug durch Korbach vorgeführt. Die Burschen beteiligen sich aktiv an den Manövern der Geschützgruppe Sankt Barbara und dem Reginentag am 20. Juni.

Ihr Mitwirken bei den Schnadezügen ist obligatorisch, da sie die Marketenderei komplett übernehmen, d.h. sie sorgen für das leibliche Wohl der Teilnehmer, bereiten die Frühstücks- und Mittagsplätze vor und errichteten beim letzten Schnadezug eine große Leinwand, auf der das Fußball WM-Finale Deutschland-Brasilien zu verfolgen war.

Beim heimatlichen Freischiessen führen die Burschen immer montags das rituelle Verhaften durch. Dabei marschieren Abteilungen, begleitet von Trommlern, durch die Innenstadt und verhaften Korbacher Geschäftsleute, die den Frevel begehen, am heiligen Schützenfest-Montag zu arbeiten. Sie werden in Ketten abgeführt und auf den Hof der Musikschule in der Lengefelder Straße verschleppt. Dort haben die Burschen ihr Quartier aufgeschlagen. Die Gefangenen werden zunächst in einen Pferch gesperrt und einzeln dem Schnellgericht vorgeführt. Die Freilassung erfolgt erst, wenn die Verurteilten Besserung geloben und einen Obolus entrichten. Es kam bei vergangenen Festen vor, dass der gesamte Magistrat aus dem Rathaus abgeführt wurde.

Die Burschenkompanie verfügt derzeit 56 aktive Mitglieder.

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Majorettencorps

Das Majoretten-Corps wurde im Oktober 1973 von Theodor Schönemann ins Leben gerufen. Nach den ersten öffentlichen Auftritten der zuerst wenigen Majoretten wuchs die Gruppe. Eine Meistertrainerin aus Frankreich übernahm im Frühjahr 1974 die Grund- und Erstausbildung. In der Folgezeit nahmen einige Mädchen an Lehrgängen im Rheinland teil. Die anfängliche Leitung übernahm Gerlinde Drebes. 

Im Jahre 1990 entwickelte sich die Gruppe zu einer eigenständigen Formation: Sie verschrieb sich mit hohen sportlichen Zielen dem Twirlingsport. Dieser beinhaltet gymnastische Übungen des Körpers zu Musik und Rhythmus, dabei muss der  90 bis 110 Zentimeter lange Metallstab ständig in Bewegung gehalten werden. 

Aus sportlichen Gründen sind die Twirlingsportler Anfang 2013 zum TSV Korbach gewechselt. Eine Kooperation mit der Schützengilde bleibt aber bestehen.

Derzeit zählen die Twirlingsportler 20 aktive Mitglieder.

Ansprechpartnerin: Leiterin Melanie Emde

Internet: www.twirling-korbach.de

Das Majoretten-Corps ist mit seinen Mädchen immer gerne auf Festzügen gesehen. Es wurde im Oktober 1973 von Theodor Schönemann ins Leben gerufen und dem Jugendspielmannszug angegliedert. Ohne ein entsprechendes Vorbild in Korbach gestaltete sich der Anfang als schwierig. Nach mehreren öffentlichen Auftritten der wenigen Majoretten zusammen mit dem Spielmannszug trat jedoch eine Änderung ein. Die Gruppe wuchs. Eine Meistertrainerin aus Frankreich übernahm im Frühjahr 1974 für mehrere Tage die Grund- und Erstausbildung in einer Turnhalle. In der Folgezeit nahmen einige Mädchen an Lehrgängen im Rheinland teil und erweiterten stetig ihr Wissen. Die anfängliche Leitung übernahm Gerlinde Drebes. Analog zum Spielmannszug sorgte die Schützengilde für die Erstausstattung.

Im Jahre 1990 entwickelte sich die Gruppe zu einer eigenständigen Formation mit hohen sportlichen Zielen. Die Größe der Gruppe wuchs weiter, ihre mittlerweile 37 aktiven Teilnehmerinnen sind zwischen sechs und siebzehn Jahre alt. Ihre Geschicklichkeit, ihr unermüdliches Engagement und die daraus resultierende Eleganz der Verbindung von Tanz und Twirlingsport haben in der Vergangenheit für zahlreiche Preise und Meisterschaftstitel auf nationaler Ebene gesorgt. Auf internationaler Parkett wurde bereits bei Europa- und Weltmeisterschaften teilgenommen.

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Frauenkompanie

Die Schützenfrauen mit ihrer Unterformation "Marketenderinnen" sind die neueste Kompanie der Schützengilde. Der Zusammenschluss der Schützenfrauen hat sich in den vergangenen Jahren ergeben. Vorher trafen sich die Frauen nur vor dem Freischießen und dem Vogelschießen zum Wickeln der Girlanden und zum Schmücken des Festzeltes. Inzwischen hat sich ein Arbeitsausschuss gebildet, dem jeweils zwei Frauen aus jeder Formation angehören. 2011 beschlossen die Schützen auf ihrer Generalversammlung, eine eigene Formation ins Leben zu rufen. 2013 ließen sie Taten folgen.

Viele Frauen haben sich bereiterklärt, an der Formation mitzumachen und aktiv als Marketenderinnen an Festzügen mitzuwirken.

Frauen, die aus Alters- oder sonstigen Gründen nicht aktiv als Marketenderinnen teilnehmen können, können wie bisher die Veranstaltungen der Frauen besuchen und müssen nicht Mitglied der Gilde werden.

Mitte April trafen sich die Frauen im Gildehaus zu ihrer Gründungsversammlung.

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Die Schützengilde Korbach
im Schnellüberblick